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Ein befreundetes Paar lebt mit zwei Kindern in einem Einfamlienhaus. Die Kinder gehen in die Schule, das Haus ist stabil finanziert, im Garten stehen Schaukel, Rutsche und Sandkasten. Er arbeitet in Frankreich, und fährt jeden Sonntag Abend in sein kleines Appartment nahe der Arbeit. Donnerstag Abends kehrt er zurück.

Nähe und Distanz – Wo bist Du ?

Für Ihn und seine Frau ist dieses Arrangement sehr stimmig. Beide spüren am Wochenende eine tiefe Verbundenheit und von Montag bis Donnerstag einen großen Freiraum. Die Kinder kennen die Situation nicht anders und gehen entspannt damit um.

Ich weiß viele von Euch denken schon beim Lesen „Na, das wäre nichts für mich“. Und damit sind wir schon beim Thema.

Eine wichtige Dimension der Liebe sind die Pole Nähe und Distanz. Wie nah will ich Dir sein und wie viel Distanz brauche ich um mich wohl zu fühlen?

Wie nah will ich Dir sein und wie viel Distanz brauche ich um mich wohl zu fühlen?

Wie entsteht Nähe und Distanz

Dabei hat Nähe und Distanz unterschiedliche Komponenten.

Für manche Menschen ist es  wichtig möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen. Gemeinsames Frühstück, Gemeinsames Abendessen, ein fester Gute-Nacht-Kuss sind Rituale die wichtig sind, und die im Tagesablauf feste Beziehungspunkte definieren. Diese Rituale lassen eine Verbundenheit spüren, eine Zugehörigkeit, ein „Wir-Gefühl“. 

Eine andere Komponente ist die Information. „Wie war Dein Tag Liebling?“. „Was hast Du heute alles erlebt“ sind wichtige Fragen von Menschen die gerne Information und Erfahrungen teilen. „Wir sprechen über alles“ ist für manche Menschen ein Ausdruck großer Nähe. Für andere klingt das eher nach Druck und Überwachung.

Eine Dritte Komponente ist das Gefühl von Verbundenheit. Eine Umarmung am Morgen bevor jeder in seinen Tag startet. Eine Whatsapp in der Mittagspause, und ein kurzer Anruf auf dem Weg von der Arbeit zum Sport. Kleine Signale dass man sich verbunden fühlt können auch große Distanz überwinden. Paare fühlen sich dann nah auch wenn sie viele Kilometer auseinander sind. 

 Und bei Dir ?

Was für ein Typ Mensch bist Du? Welche Komponenten sind für Dich wichtig? Wie war das bisher in Deiner Beziehung, oder auch in Beziehungen die Du zuvor gelebt hast? Fühlt es sich gut an wenn Ihr alles miteinander teilt, alles miteinander macht? Genießt Du es wenn Du alleine unterwegs sein kannst, Abende alleine verbringst, vielleicht sogar in einem eigenen Bett schläfst? Fühlst Du Dich bei zwei, drei Whatsapps über den Tag geliebt und verbunden, oder eher überwacht und kontrolliert?

Wie so oft in Beziehung ist es zuerst wichtig was Du für Dich brauchst. Wie stellst Du Dir die perfekte Beziehung vor? Wie würdest Du Dich am wohlsten fühlen? Wenn Du Dir klar bist wo und wann Du Nähe oder Distanz spürst oder brauchst, dann erzähle Deinem Partner oder Deiner Partnerin davon. Und frag nach wie es bei Ihm oder Ihr ist. Was kannst Du geben damit sich Deine Partnerin in Eurer Beziehung wohl fühlt?

Veränderung

Dein Platz zwischen Nähe und Distanz verändert sich über die Jahre. Sicher war Dein Nähe Bedürfnis in der ersten Verliebt-Phase ein anderes als heute. Wenn Ihr Kinder habt ist es wieder anders, und im hohen Alter wieder.

Was hilft wenn sich Dein Nähe-Distanz Bedürfnis gerade geändert hat? Sprechen. Teilt was Euch bewegt und was Ihr gerade braucht. Dein Partner oder Deine Partnerin spürt vermutlich nicht wie es gerade in Dir aussieht, was Du gerade brauchst. Sprich darüber, erzähl davon. Wer weiß welche tollen Chancen sich aus Deinem veränderten Nähe-Distanz Bedürfnis ergibt.

Und wenn Euch das Sprechen hierüber nicht gelingt, dann ruft mich an. Ich unterstütze Euch gerne dabei !

 

 

 

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