Dein Kollege nervt. Oder Deine Kollegin. Sie sind morgens schon schlecht gelaunt. Tagsüber fällt ihre Stimmung weiter, Mittags sind sie unausstehlich und Nachmittags kaum zu ertragen. Sie teilen aus, nutzen jede Gelegenheit für abwertende Kommentare. Was Du tun kannst wenn der Kollege nervt, liest Du in diesem Beitrag:

Launen und Kollegen und Nerven

Wenn mehrere Menschen aufeinander treffen, sei es bei der Arbeit, im Verein, im Freundeskreis oder in der Familie, findet immer Kommunikation statt. Manchmal ist sie offen und direkt, Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen werden offen und ehrlich angesprochen. Manchmal ist die Kommunikation still und verschwiegen, vielleicht wird gar nicht mehr gesprochen.

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ sagte Paul Watzlawick

Unsere Kommunikation dient unsere Bedürfnisse auszudrücken. Diese können Durst oder Hunger sein. Wer kleine Kinder aufwachsen sah erinnert sich vielleicht wie hilfreich es ist wenn Kinder endlich sagen können dass sie Hunger oder Durst haben. Bis dahin war es gerne mal ein Rätselraten was das Kind braucht.

Unsere Kommunikation dient auch uns abzugrenzen. Stopp! Bis hier her und nicht weiter! Das lasse ich mir nicht gefallen! Grenzen setzen ist wichtig, denn im Alltag fällt es uns schwer die Grenzen der anderen zu erkennen. Schön wenn jemand sagen kann: Das hat mich verletzt. Es hilft uns Regeln für das respektvolle Zusammenleben zu entwickeln.

Wenn ein Kollege oder eine Kollegin nun andauernd negativ wirkt, wenn nur noch abwertende missbilligende Kommentare kommen, ist das auch eine Form der Kommunikation. Sie sagt: Es geht mir schlecht. Ich fühle mich nicht wohl. Ich habe Schmerzen, Sorgen, Angst, Stress. Und dazu noch: Ich kann das nicht so sagen.

Natürlich wäre es schön wenn unsere Mitmenschen ihre Launen, ihre Ängste und Sorgen, ihre Wut respektvoll und liebevoll ausdrücken könnten: Ich bin wütend, gehe mir heute besser aus dem Weg. Wenige Menschen können das. Bei anderen kommt das mehr wie „lass mich in Ruhe“, „hast Du das schon wieder falsch gemacht“, „Du bist doch blöd“ rüber.

Was also tun wenn der Kollege nervt?

Eine Mischung löst diese Situation: Zum einen: Grenzen setzen. Lass Dir nichts gefallen. Abwertende Kommentare, Beleidigungen, Angriffe sind nicht ok. Du kannst für Dich einstehen und sagen: Stopp!. So nicht ! Wenn es jemandem schlecht geht ist das kein Freibrief für respektloses Verhalten. Auch wenn Du einen Fehler gemacht hast kann Dir Dein Gegenüber respektvoll den Fehler aufzeigen.

Zum anderen: Mitgefühl: Hey, Dir geht es schlecht, richtig? Du hast gerade eine schwere Zeit,oder? Wie geht es Dir denn?

Erwarte nicht dass darauf gleich Harmonie entsteht. Im Gegenteil. Vermutlich wird erstmal eine Abwehr aufkommen. Sich zu zeigen, seine Gefühle zuzulassen fällt vielen Menschen schwer. Dennoch ist es wichtig diesem Menschen rückzumelden: Zeig Dich. Du bist Teil unseres Systems, Du bist Kollege, Freund, Familienmitglied. Es ist mir wichtig dass wir miteinander sprechen. Du kannst Deine Sorgen, Ängste, Bedürfnisse zeigen.

Vielleicht hörst Du nur „Lass mich in Ruhe“. Doch die Botschaft „Du bist nicht alleine“ oder „Ich sehe Dich in Deinem Schmerz“ hast Du trotzdem gesendet. Und sie wird sich entwickeln. Dränge niemanden. Aber zeig wie Du in Deinem Umfeld gerne kommunizieren möchtest.

Wenn Du mehr über Kommunikation oder Coaching mit mir erfahren willst, schau doch mal hier rein.

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