Facetten der Liebe – Bestimmen und Folgen

Facetten der Liebe – Bestimmen und Folgen

In dieser Folge der Facetten der Liebe beschreibe ich verschiedene Wirkungsfelder in Beziehungen. Heute geht es um: Bestimmen und Folgen.

Ich bin ein Tänzer, ich liebe es zu tanzen. Dabei gibt es viele Gesellschaftstänze bei denen der Mann führt, und die Dame folgt. Das ist eine feine Sache, die Rollen sind klar, die Aufgaben und Schritte verteilt. 

So funktioniert auch manche Beziehung. Der Mann bucht den Sommerurlaub, die Frau entscheidet was es am Sonntag zum Mittagessen gibt. Sie sagt mit welchen Freunden man sich trifft, er entscheidet was abends im Fernsehen läuft. Bei manchen Paaren entscheidt der eine Partner häufiger, bei anderen der andere. 

Wie war das bei Euch ? Wer hat bei Euch entschieden:

 

  • Wo Ihr wohnt ?
  • Wie Ihr wohnt?
  • Wer sich um die Kinder kümmert?
  • Wie viele Freunde Ihr pflegt?
  • Was Ihr in Eurer Freizeit macht?
  • Wie offen Ihr mit anderen Männern und Frauen umgeht?
  • Wie Eure Sexualität aussieht?
  • Wie oft Ihr gemeinsam ausgeht und wie oft getrennt?

ie sind die Führen und Folgen Rolle in Eurer Beziehung vereinbart?

Wer meine Arbeit kennt weiß dass ich keine Vereinbarung für richtig oder falsch halte. Es gibt keine Vorgaben. Abhängig von Eurem Charakter, Eurer Herkunft, Eurer Erfahrung und Eurer Gesinnung habt Ihr beiden eine Vereinbarung wer wie oft Bestimmt, und wer wie oft Folgt. 

Wichtig dabei ist nur, dass ihr Euch dessen bewußt seid. Und dass ihr damit einverstanden seid wie es bei Euch beiden verteilt ist.

Eine gute Idee finde ich dieses Verhältnis immer wieder mal anzusprechen:

  • Wie ist das Bestimmen und Folgen bei Euch verteilt?
  • Wie hat es sich in den Phasen Eurer Beziehung verändert?
  • Passt Ihr Euch einander an wenn es einem Partner besser/schlechter geht?
  • Bist Du derzeit zufrieden mit der Verteilung von Bestimmen und Folgen?
  • Wie ist die Balance zwischen Bestimmen und Folgen in einer idealen Beziehung?

Nehmt Euch doch mal eine halbe Stunde Zeit und stellt Euch wechselseitig diese Fragen. Sprecht darüber wie Ihr diese Balance erlebt.

Wenn Ihr Lust auf ein moderiertes Gespräch habt, oder einfach einen Zeitrahmen für Euer Gespräch reservieren wollt, dann lest doch hier nach. Hier könnt Ihr lesen wie ich Euch dabei unterstützen kann.

Facetten der Liebe – Nähe und Distanz

Facetten der Liebe – Nähe und Distanz

Ein befreundetes Paar lebt mit zwei Kindern in einem Einfamlienhaus. Die Kinder gehen in die Schule, das Haus ist stabil finanziert, im Garten stehen Schaukel, Rutsche und Sandkasten. Er arbeitet in Frankreich, und fährt jeden Sonntag Abend in sein kleines Appartment nahe der Arbeit. Donnerstag Abends kehrt er zurück.

Nähe und Distanz – Wo bist Du ?

Für Ihn und seine Frau ist dieses Arrangement sehr stimmig. Beide spüren am Wochenende eine tiefe Verbundenheit und von Montag bis Donnerstag einen großen Freiraum. Die Kinder kennen die Situation nicht anders und gehen entspannt damit um.

Ich weiß viele von Euch denken schon beim Lesen „Na, das wäre nichts für mich“. Und damit sind wir schon beim Thema.

Eine wichtige Dimension der Liebe sind die Pole Nähe und Distanz. Wie nah will ich Dir sein und wie viel Distanz brauche ich um mich wohl zu fühlen?

Wie nah will ich Dir sein und wie viel Distanz brauche ich um mich wohl zu fühlen?

Wie entsteht Nähe und Distanz

Dabei hat Nähe und Distanz unterschiedliche Komponenten.

Für manche Menschen ist es  wichtig möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen. Gemeinsames Frühstück, Gemeinsames Abendessen, ein fester Gute-Nacht-Kuss sind Rituale die wichtig sind, und die im Tagesablauf feste Beziehungspunkte definieren. Diese Rituale lassen eine Verbundenheit spüren, eine Zugehörigkeit, ein „Wir-Gefühl“. 

Eine andere Komponente ist die Information. „Wie war Dein Tag Liebling?“. „Was hast Du heute alles erlebt“ sind wichtige Fragen von Menschen die gerne Information und Erfahrungen teilen. „Wir sprechen über alles“ ist für manche Menschen ein Ausdruck großer Nähe. Für andere klingt das eher nach Druck und Überwachung.

Eine Dritte Komponente ist das Gefühl von Verbundenheit. Eine Umarmung am Morgen bevor jeder in seinen Tag startet. Eine Whatsapp in der Mittagspause, und ein kurzer Anruf auf dem Weg von der Arbeit zum Sport. Kleine Signale dass man sich verbunden fühlt können auch große Distanz überwinden. Paare fühlen sich dann nah auch wenn sie viele Kilometer auseinander sind. 

 Und bei Dir ?

Was für ein Typ Mensch bist Du? Welche Komponenten sind für Dich wichtig? Wie war das bisher in Deiner Beziehung, oder auch in Beziehungen die Du zuvor gelebt hast? Fühlt es sich gut an wenn Ihr alles miteinander teilt, alles miteinander macht? Genießt Du es wenn Du alleine unterwegs sein kannst, Abende alleine verbringst, vielleicht sogar in einem eigenen Bett schläfst? Fühlst Du Dich bei zwei, drei Whatsapps über den Tag geliebt und verbunden, oder eher überwacht und kontrolliert?

Wie so oft in Beziehung ist es zuerst wichtig was Du für Dich brauchst. Wie stellst Du Dir die perfekte Beziehung vor? Wie würdest Du Dich am wohlsten fühlen? Wenn Du Dir klar bist wo und wann Du Nähe oder Distanz spürst oder brauchst, dann erzähle Deinem Partner oder Deiner Partnerin davon. Und frag nach wie es bei Ihm oder Ihr ist. Was kannst Du geben damit sich Deine Partnerin in Eurer Beziehung wohl fühlt?

Veränderung

Dein Platz zwischen Nähe und Distanz verändert sich über die Jahre. Sicher war Dein Nähe Bedürfnis in der ersten Verliebt-Phase ein anderes als heute. Wenn Ihr Kinder habt ist es wieder anders, und im hohen Alter wieder.

Was hilft wenn sich Dein Nähe-Distanz Bedürfnis gerade geändert hat? Sprechen. Teilt was Euch bewegt und was Ihr gerade braucht. Dein Partner oder Deine Partnerin spürt vermutlich nicht wie es gerade in Dir aussieht, was Du gerade brauchst. Sprich darüber, erzähl davon. Wer weiß welche tollen Chancen sich aus Deinem veränderten Nähe-Distanz Bedürfnis ergibt.

Und wenn Euch das Sprechen hierüber nicht gelingt, dann ruft mich an. Ich unterstütze Euch gerne dabei !

 

 

 

Natürlich bist Du beziehungsfähig!

Natürlich bist Du beziehungsfähig!

Natürlich bist Du beziehungsfähig !

Eine Klientin kam mit einem Beziehungsproblem zu mir. Sie erzählte mir was in ihrer kurzen Beziehungsgeschichte alles geschehen ist und endete mit den Worten „ich glaube ich bin beziehungsunfähig“. Ich wollte Ihr direkt antworten: „Natürlich bist Du beziehungsfähig“.

Beziehungsunfähig – was ist das eigentlich?

Gibt es denn Eigenschaften, Fähigkeiten die uns beziehungsfähig machen. Fähigkeiten deren Fehlen uns zu beziehungsunfähigen Menschen, zu ewigen Singles machen?

Die Fähigkeit eine Beziehung einzugehen liegt aus meiner Sicht in der Natur des Menschen. Schon zu Urzeiten haben sich Menschen zusammen getan, sei es um gemeinsam zu jagen, sich zu ernähren oder vor Angriffen zu schützen. In der Gruppe war das Überleben einfacher. Das Jagen war in der Gruppe erfolgreicher. Bei Krankheit konnte man versorgt werden. Zugehörigkeit zu einer Gruppe war wichtig und wurde zelebriert. Initiationsriten, gemeinsame Rituale oder Tänze verstärkten das „Wir“-Gefühl und somit die Gruppenzugehörigkeit.

Diese Initiationsriten und Rituale kennen wir bis heute. Konfirmation, Kommunion, Hochzeit. All dies sind Rituale die Zugehörigkeit und Beziehung ausdrücken. Das Individuum sagt: „Ich will dazu gehören“ und bittet um Aufnahme. Dazu gehören meist Vorbereitungskurse, die wir als Konfirmationsunterricht oder als Eheseminar kennen. Die Gruppe veranstaltet ein Ritual wodurch die Aufnahme bestätigt wird. Dazu gehört meist ein großes Fest, an dem andere Gruppenmitglieder die Aufnahme bezeugen.

Glücklicherweise können wir heute frei entscheiden ob und wie viel Beziehung wir eingehen wollen. In Indien gibt es Kreise in denen Menschen heute noch verheiratet werden. Wir hingegen können frei sagen: Ja, ich will.

Wenn wir das wollen.

Und genau da beginnt die Frage der Beziehungsfähigkeit. Was willst Du eigentlich?

  • Ist Dir ein gemeinsames Bett, einen gemeinsamen Tisch, ein gemeinsames Wohnzimmer wichtig?
  • Willst Du diesen einen Menschen lieben, und nur diesen bis ans Ende Deiner Tage?
  • Dein Leben, Deine Sexualität mit diesem einen Menschen teilen, und mit niemandem sonst?
  • Brauchst Du Freiräume um Dich wohl zu fühlen?
  • Welche Art von Verbundenheit brauchst Du um Dich wohl zu fühlen?

Wie sieht Deine Beziehungsfähigkeit aus. Was bist Du denn bereit in eine Beziehung zu geben?

Beziehungsunfähig gibt es nicht. Aber es gibt sicher Menschen die sich eine sehr intime, nahe Beziehung wünschen. Und es gibt Menschen die sich viel Freiraum in einer Beziehung wünschen. Du bist irgendwo dazwischen, zwischen intensiver Nähe und großem Freiraum.

Aber wo?

Räumliche Nähe und Distanz:

Dabei bestimmt sich Nähe und Freiraum zum einen durch räumliche Nähe. In einem großen gemeinsamen Bett schlafen. Gemeinsam wohnen. Gemeinsam Essen? Ich lerne Menschen kennen für die gemeinsames Essen einen ungeheuer hohen Stellenwert hat. Gemeinsames Essen gilt als Ritual und als Bestätigung: „Wir sind zusammen“. Auch lerne ich Menschen kennen die gar nie zusammen essen, weil es für sie nicht wichtig, oder einfach auch nicht möglich ist.

Dasselbe gilt für das gemeinsame Bett. Manche Menschen brauchen dieses Gefühl des gemeinsamen Schlafens. Andere Paare leben in getrennten Wohnungen, und genießen das gemeinsame Schlafen als Event am Wochenende oder im Urlaub.

Gemeinsame Wohnung ist ebenso ein Thema: Willst Du gemeinsam wohnen? Oder ist Dir großer Freiraum wichtiger, und eine eigene Wohnung wäre hilfreich?

Emotionale Nähe und Distanz:

Auch emotionale Nähe und Distanz wird unterschiedlich erlebt. Doch diese ist weitaus schwieriger zu besprechen. Wobei fühlst Du Dich Deinem Lieblingsmenschen nah? Wobei spürst Du große Verbundenheit, Nähe? Und wobei kannst Du Deinen Freiraum, Deine Individualität gut spüren?

Manche Menschen teilen ein Hobby in dem sie sich verbunden fühlen. Oder den gemeinsamen Fernseh-Abend auf dem Sofa.

Andere Menschen wiederrum gestalten auch emotionale Nähe ganz offen und lasse sogar andere Menschen an ihrer Beziehung teilhaben.

Sexuelle Nähe und Distanz:

Die meisten Menschen spüren Verbundenheit und Nähe in der Sexualität. Gerade weil dies ein wichtiges Thema für viele Menschen ist führe ich es als eigenen Punkt auf. Denn tatsächlich kann man emotionale Nähe und Sexualität getrennt voneinander erleben. Ist es Dir wichtig Sexualität nur mit Deinem Partner zu leben? Was bedeutet Treue für Dich und wo beginnt Untreue? Wie gehst Du mit Deinen sexuellen Fantasien um?

Was Dich beziehungsfähig macht:

Egal welche Antworten Du für Dich in den Bereichen Emotionale Nähe, Sexuelle Nähe und Räumliche Nähe findest. Wichtig ist dass Du weißt was du brauchst. Und noch wichtiger ist dass Du dies mit Deinem Partner besprichst. Sprecht über Eure Eigenarten, Eure Fähigkeiten, Eure Bedürfnisse und Eure Grenzen. Wenn es Euch gelingt in ein Gespräch zu kommen findet ihr sicher Lösungen für all Eure Bedürfnisse. In einem eigenen Bett alleine schlafen zu wollen ist kein Hinweis dass in der Beziehung etwas nicht stimmt. Es ist vielmehr ein Hinweis dass in der Beziehung die Bedürfnisse ausgedrückt und respektiert werden. Ein gutes Zeichen.

Viel Spaß dabei,

Euer Andreas

Ich unterstütze Dich gerne bei Beziehungsfragen. Schau einfach mal hier rein.

Immer erreichbar? Natürlich, ich bin wichtig!

Immer erreichbar? Natürlich, ich bin wichtig!

Immer erreichbar? Natürlich, ich bin wichtig!

Jetzt zur Urlaubszeit ist das Thema Erreichbarkeit in aller Munde. Muss ich im Urlaub für meine Kollegen und meinen Vorgesetzten erreichbar sein? Will ich das? Email, Whatsapp, Telefon. Wie wichtig bin ich? Und wie verfügbar will ich sein ?

Kommunikation und Erreichbarkeit sind Fragen in denen mindestens zwei Parteien teilnehmen. Der Abwesende, Urlaubende auf der einen Seite, der Vorgesetzte, Chef oder die Kollegen auf der anderen Seite.

Urlaubende:

Als Urlaubender bin ich in einem Konflikt:

Einerseits will ich entspannen, mich aus dem Alltag lösen, neue Eindrücke sammeln, Zeit mit meiner Familie verbringen. Dazu ist der Urlaub schließlich da. Keine Termine, den Tag frei und entspannt genießen, die Zeit einfach fließen lassen. Das Smartphone ausgeschalten, den Laptop zuhause gelassen. Entspannung. Ich kann mich erholen und regenerieren.

Andererseits ist es auch toll Teil eines Teams zu sein. Wie gut fühlt es sich an Teil eines Netzwerks, eines Ganzen zu sein. Die anderen sind im Büro zusammen, ich bin nicht dabei. Vielleicht entwickeln sich in meiner Abwesenheit Projekte und Strukturen, die mich ausgrenzen? Wenn ich nicht da bin lässt mich die Gruppe vielleicht zurück ? Schön wäre wenn sie mich mal anrufen. Oder mir eine E-Mail schreiben und mir damit zeigen: Ich bin wichtig! Sie wollen mich! Ohne mich geht es nicht!

Wenn ich nicht im Büro bin fehlt den anderen etwas. Ich bin wichtig, gewollt, angenommen, integriert. Die anderen vermissen mich wenn ich nicht da bin.

Vorgesetzte

Auch als Vorgesetzter habe ich einen Konflikt: Einerseits weiß ich genau wie wichtig es ist den Mitarbeitern Freiräume zu lassen. Sie sollen sich erholen, regenerieren und voller Tatendrang aus dem Urlaub zurück kehren.

Andererseits ist es eine wunderbare Gelegenheit meinen langen Arms zu testen: Wie verbunden sind meine Mitarbeiter mit mir? Wie schön ist es zu spüren dass selbst wenn sie eigentlich nicht da sind, sie auf meine Anfragen reagieren und mir zeigen wie wichtig ich bin. Bin ich doch ein toller Vorgesetzter wenn ich spüre wie verbunden meine Mitarbeiter mit mir sind.

Emotionen

Für mich liegt klar auf der Hand dass sich die Frage nach der Erreichbarkeit für jede Situation lösen lässt. Wenn die Beteiligten es wollen werden sie Lösungen finden. Das gilt für den Chef in Timbuktu ohne Wlan und den Mitarbeiter auf einer Dschungeldurchquerung ohne Handy. Die wichtigere Frage ist:

Will ich das ?

Denn es gibt eben beide Seiten: Die Seite die sagt: Nein, ich will nicht erreichbar sein. Und die Seite die sagt: Ohja, das fühlt sich gut an, ich bin wichtig und immer erreichbar!

Egal was Du denkst, lass die Bewertung jetzt weg. Beide Seiten sind wichtig und gesehen werden.

Schau Dein Verhalten an. Schau Deine Emotionen an. Worum geht es Dir in der Kommunikation im Urlaub? Es ist in Ordnung sich wichtig fühlen zu wollen. Und es ist in Ordnung sich verbunden fühlen zu wollen.

Klar sein

Die Lösung liegt darin Deine eigenen Bedürfnisse erstmal anzunehmen. Ja, ich mag Teil eines Netzwerks sein. Oder. Ja, ich ertrage es in meinem Urlaub von meiner Arbeit abgetrennt zu sein, und die Zeit mit mir oder meiner Familie zu verbringen. Schau an was Dir ganz allein wichtig ist.

Wenn Du jetzt klar mit Dir selbst bist. Wenn Du genau weißt was Du willst und brauchst. Dann geh zu Deinem Vorgesetzten und zu Deinem Mitarbeiter und sag ihm was Du brauchst. Und dann sucht gemeinsam eine Lösung für Eure Kommunikation in Abwesenheit.

Übrigens: Auch wenn Du nicht in Urlaub fährst, oder Erreichbarkeit nicht Dein Thema ist macht es Sinn sich darüber Gedanken zu machen. Überleg Dir wie wichtig Du sein willst und wie viel Freiheit und Entspannung in Deinem Leben sein soll.

Wenn Du mehr über Dich und Deine Bedürfnisse erfahren willst, schau doch mal hier was Du dafür tun kannst.

Lass uns offen und ehrlich kommunizieren, Du Idiot!

Lass uns offen und ehrlich kommunizieren, Du Idiot!

Lass uns offen kommunizieren, Du Idiot!

Wenn Paare zur Beratung kommen frage ich im Verlauf der Gespräche gerne was denn ihre Wunschliste für eine Partnerschaft ist. Getrennt voneinander sollen die Partner auflisten was Ihnen in einer Beziehung wichtig ist. Ehrlichkeit kommt oft vor, Treue, Kinder, Eigenheit. Aber auch gemeinsame Ziele, gemeinsame Freunde, Familiensinn wird gerne gelistet. Was fast alle auflisten ist offen und ehrlich zu kommunizieren.

Offene und ehrliche Kommunikation

Offene und ehrliche Kommunikation, was bedeutet das eigentlich? Es beschreibt doch dass ich meinem Gegenüber sage ich was ich denke, was in mir vorgeht, was mich bewegt. Beispiele hierfür könnten sein:

  • In dem Kleid siehst Du dick aus
  • Die neue Frisur macht Dich alt
  • Unsere Sexualität befriedigt mich nicht
  • Ich bin in einen anderen Mann verliebt

Ups!

Und jetzt?

Zugegeben, meine Beispiele sind provokant. Aber genau darum geht es. Natürlich geniessen wir offene und ehrliche Kommunikation wenn Dein Mann sagt was für eine tolle Frau Du bist, oder Deine Frau sagt was für ein toller Kerl Du bist. Doch die Realität sieht eben anders aus. Es gibt auch Seiten an unserem Partner die uns nicht so gut gefallen. Diese auszusprechen ist dann eben Teil einer offenen und ehrlichen Kommunikation, oder ?

Offene Kommunikation ist wertschätzend

Eine Lösung geht in zwei Richtungen: Zum einen ist Kommunikation in einer Partnerschaft essentiell wichtig. Doch geht es vielmehr darum die wirklich wichtigen Dinge offen auszusprechen. Und die Kleinigkeiten auch mal unter den Tisch fallen zu lassen.

Zum anderen glaube ich nicht dass sich Paare wirklich eine offene und ehrliche Kommunikation wünschen. Ich glaube sie wünschen sich einen wertschätzenden Umgang miteinander.

Dazu gehört dass wichtige Dinge in einer Art und Weise angesprochen werden mit der der Partner gut umgehen kann. „Du siehst in dem Kleid dick aus“ gehört nicht dazu. „Das Kleid steht Dir nicht so gut wäre schon verträglicher.

Euer Weg

Also Vorsicht mit der offenen Kommunikation. Klärt für Euch lieber wie ihr wirklich miteinander kommunizieren wollt. Frag doch mal Deinen Partner in welcher Situation kannst Du gut mit mir reden? Wo fühlst Du Dich offen und nah, und kannst mir alles sagen was Dich bewegt?

Sprecht miteinander. Das ist der Weg in eine lebendige Beziehung. Und falls Ihr dabei Unterstützung braucht, findet Ihr hier wie ich Euch helfen kann.

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