Diese Geschichte drückt Dich schon eine Weile. Und heute findest Du endlich die Kraft und den Mut sie Deinem Partner, Deiner Partnerin zu erzählen. Du umreißt das Erlebte in wenige Worte, willst so richtig loslegen, und dann hörst Du: „Also bei mir war das damals so……“ und Dein Partner redet ohne Punkt. Es oder Sie nimmt Deine Geschichte, und erzählt was in seinem Leben ähnliches passiert ist. Das nervt.

Kennst Du das? Gibts dafür eine Lösung?

Manchmal braucht man Mut etwas Erlebtes zu erzählen. Oder von eigenen Emotionen zu erzählen die vielleicht kompliziert sind, schwer zu verstehen sind.

Gerade von Du selbst nicht so ganz weißt wie es Dir geht, oder was Du tun sollst, fließen die Worte nicht so leicht aus dem eigenen Mund, finden sich die Worte nicht so einfach. Dann braucht es Anlauf, braucht es Mut und Kraft irgendwann die ersten Worte zu finden. Und die Hoffnung, dass mit den ersten Worten dann alles ausgeprochen werden kann.

Und gerade dann wenn Du zögerst, nimmt Dein Partner die Gelegenheit, schnappt das Thema, und erzählt von seinen eigenen Erfahrung dazu. Das bringt so manchen schnell aus dem Konzept.

Der ursprüngliche Impuls, endlich davon zu erzählen verpufft schnell. Schade um die Gelegenheit.

Was passiert hier?

Ich lerne immer wieder Paare kennen deren Kommunikationsmenge stark unterschiedlich ist. Manchmal sind es die Männer die gerne und viel erzählen, manchmal die Frauen.

Der jeweils andere Partner ist zurückhaltend, überlegt länger, ist schüchtern oder gerade nicht so mit seinen eigenen Emotionen verbunden. Dem fällt es dann schwer seine Geschichten zu erzählen.

Oftmals wechseln diese Rollen auch ab, je nach Lebenssituation und Stimmung kommunizieren die Partner mehr oder weniger, schneller oder langsamer, intensiver / feiner, lauter / leiser, wilder / entspannter.

Dann ist es wichtig dass der lautere Partner seine Wildheit in der Kommunikation leben darf, und der leisere dabei nicht unter die Räder kommt.

Wie soll das gehen ?

Der Kniff ist das was die Psychologen die Meta-Ebene nennen.

Ein Beispiel:

Wie oben beschrieben willst Du etwas erzählen, hast angefangen. Beim ersten Atemzug steigt Dein Partner ein, schnappt das Thema und redet von sich. Die Lösung ist jetzt dem Partner erstmal zuzuhören, und seine Redepause abzuwarten.

Dann löst Du Dich aus der Unterhaltung, fliegst wie mit einem Helikopter eine Ebene nach oben und betrachtest Euer Gespräch von oben, von der sogenannten Meta-Ebene. Von dort kannst Du jetzt ruhig sagen:

[bctt tweet=““Danke für Deine Geschichte. Aber ich möchte gerne meine ausführlich erzählen. Das fällt mir schwer ich brauche Pausen und Zeit dafür. Kannst Du mir diese Zeit und Aufmerksamkeit schenken? Danach können wir gern über Deine Erlebnisse sprechen“.“ username=“andreaszerweck“]

Jetzt wartest Du ab. Verhandelt darüber. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt? Kann Dein Partner gerade zuhören? Oder ist es besser zu einem späteren Zeitpunkt? Was braucht Dein Gegenüber um zuhören zu können. Ein Glas Wasser, ein Kissen? Was braucht es für eine gute Gesprächssituation, in der Du die Zeit und Aufmerksamkeit bekommen kannst die Du brauchst?

Wenn das geklärt ist kannst Du die Meta-Ebene wieder verlassen, den Helikopter wieder landen lassen.

Und dann Deine Gesichte in Ruhe erzählen.

Wenn Ihr in einer Partnerschaft solche Redezeiten kultiviert, könnt Ihr Eure Kommunikation damit deutlich verbessern. Das konzentrierte Zuhören fällt den Menschen zunehmend schwer, die Welt die wir kennen ist schnell, die Botschaften abgehakt und komprimiert. Schenkt Euch gegenseitig Respekt und Achtsamkeit und hört Euch zu.

Kommunikation, reden und zuhören ist ein Schlüssel in einer funktionierenden Partnerschaft. Du hast Lust besser zu kommunizieren? Dann ist ein Coaching genau das richtige für Dich. Schau doch mal hier rein!

Gute Beziehung,

Andreas

Pin It on Pinterest

Share This
× Whatsapp